Bäume und Büsche
 

Ein Biotop für Vögel - die Vogelschutzhecke(1988)

 

 

Als weitere Maßnahme wurde 1988 von den Kindern eine ca. 25m lange Vogelschutzhecke angepflanzt. Hier wurden dabei nur heimische Heckenpflanzen verwendet, auf die die ebenfalls heimische Vogel- und Insektenwelt angewiesen ist und die den unzähligen Tieren Raum und Nahrung bieten.

 

 

 

 

Viele Stunden Pflege waren dabei in den ersten Jahren nötig um den kleinen Büschen im hohen Gras genügend Lebensraum zu schaffen. Jetzt, nach 14 Jahren ist die Hecke schon enorm gewachsen und die Büsche haben sich zum Teil zu Bäumen entwickelt. Damit die Hecke ihrer Funktion gerecht wird, benötigt sie in den nächsten Jahren einen "Verjüngungsschnitt"..


Grün für unsere Wände (1994)Kletterpflanzen rund um die Schulgebäude

 

Zur Schaffung von Kleinbiotopen für Vögel, Käfer, Spinnen und andere Kleinlebewesen, aber auch zur Verschönerung der tristen Sichtbetonwände der Schulgebäude wurden seit 1990 über 50 Kletter- und Rankepflanzen rund um die Schule gesetzt. (u.a. Efeu, Wilder Wein, Echter Wein, Kletterhortensie, Kletterrose, Clematis und Knöterich).

 

Die Kletterpflanzen isolieren die Fassaden, mindern Lärm und schaffen vor allem Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten für viele Tiere und verbessern zudem das Stadtklima. Auch hier bieten sich eine Reihe von Beobachtungsmöglichkeiten für den Sach- und Biologieunterricht an, z.B. die Messung der unterschiedlichen Temperaturen bei starkem Sonnenschein aber auch bei Frost vor und unter dem Laubwerk der Kletterpflanzen. Hier können die Kinder die Wärme- oder Kältedämmung des Blattwerks der Kletterpflanzen sehr gut erkennen. Bei Regen und kann die Tropfenabwehr durch die Blätter gut beobachtet werden. .


Benjeshecken (1994)

Die 4c beim Aufschichten der Benjes-Hecke

 

 

 

 

 

Das anfallende Astschnittgut des Schulgeländes wird auf die drei Benjeshecken aufgeschichtet. In diesen Benjeshecken, benannt übrigens nach seinem ersten Erbauer, Herrn Benjes, siedeln sich viele Insekten, Kriechtiere und kleinere Säugetiere an. Hier finden die Vögel immer etwas zum Fressen und die Igel haben in der unteren Holz- und Laubschicht ein sicheres und warmes Übernachtungs- und Winterquartier. Aus dem "Holzhaufen" entwickelt sich in einigen Jahren eine Hecke.

Benjeshecken 
·   beleben und gliedern die Landschaft
·   bieten vielen Tieren idealen Lebensraum
·   sind wichtig für eine Biotopvernetzung
·   bieten Wind- und Sichtschutz
·   fördern den biologischen Pflanzenschutz

Was ist eine Benjeshecke?

Beim Pflegeschnitt der vielen Hecken, Obst- und Laubbäumen in unserem Schulgarten fällt jedes Jahr sehr viel Astholz an. Auch im nahe gelegenen Frauenwald und den Streuobstwiesen im Umfeld der Schule werden Bäume geschnitten oder gefällt. Bei vielen Menschen wird leider das Schnittgut als Abfall, Müll oder Ballast angesehen und deshalb vielerorts verbrannt, was aber wegen der Rauchentwicklung und den schädlichen Auswirkungen für die Umwelt verboten werden sollte. Oft genug verbrennen auch Tiere in den Flammen, die in dem Holzhaufen Schutz und Unterschlupf gesucht haben.

In den meisten Fällen wird das Holz aber in den nach Abgasen stinkenden Motorhächslern „geschreddert“ und als „Mulch“ auf die Gartenwege oder unter die Büsche verteilt, was jedenfalls noch besser als verbrennen ist. Die Schülerinnen und Schüler der Frauenwaldschule wollen aber die Natur schützen und den Tieren helfen und haben deshalb die Idee von Hermann Benjes, einem hessischen Naturschützer, aufgegriffen und in die Tat umgesetzt.


Der Naturfreund Hermann Benjes sammelte auf seinem Grundstück und auf den umliegenden Feldern die abgesägten Äste und schichtete und steckte sie zu langen Wällen aufeinander. Das ist natürlich noch keine „Hecke“, aber daraus wird einmal eine, denn das besorgen nämlich die Vögel. Wenn sie auf der Benjeshecke sitzen, fällt ihr Kot mit den unverdaulichen Samen von Kräutern, Gräsern und Wildsträuchern auf Äste der Benjeshecke oder gleich auf den Boden. Der nächste Regen spült die Samen auf den feuchten und geschützten Grund und sie keimen aus. Selbst wenn es einige Wochen trocken ist, am Boden der Benjeshecke sorgen Schatten und Feuchtigkeit für waldbodenähnliche Bedingungen. Nach einigen Jahren zerfällt und zersetzt sich der „Astberg“ langsam und die Büsche werden größer und kräftiger und es entsteht eine „richtige“ Hecke. Das Prinzip dieser Heckenentwicklung ist schon sehr alt, aber der Naturschützer Hermann Benjes hat es wieder entdeckt und bekannt gemacht und nach seinem Namen benannt, die „Benjeshecke“.

 

Ein Biotop für viele Tiere

Die Benjeshecke ist in allen Entwicklungsstadien ein wunderbares Biotop für viele Vögel, Kleinsäuger, Amphibien, Reptilien, Insekten und unzählige Destruenten  Viele von diesen Tieren können die Schülerinnen und Schüler im Laufe des Jahres beobachten.

Mehr Informationen zur Benjeshecke von Rektor Reinhard Marquardt in der nächsten Zeitschrift "Bildung Umwelt"  aus dem Domino-Verlag in München und noch mehr Infos unter www.domino-verlag.de


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Zuletzt aktualisiert: Oktober 2009